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Saison 2026 ·
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Schritt 1 von 5
Allgemeine Angaben
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Kontrollfahrt
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i
Strecke antippen um die Kontrolle zu starten. Mehrere Kontrollen pro Tag möglich.
Tagesjournal
Tagesabschluss
i
Alle Zeitangaben sind Vorschläge und können manuell angepasst werden.
Block 1 — Basisdaten
Block 2 — Kontrollfahrten heute
Block 3 — Unfallberichte heute
Streckenstatus
Betriebsstatus jeder Strecke für heute erfassen
Block 4 — Tagesabschluss
Empfänger: philipp@mountainmovement.at
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Mitarbeiter
Tagesjournal E-Mail
Das Tagesjournal wird per E-Mail an diese Adresse gesendet (öffnet Ihr E-Mail-Programm).
Feratel – Streckenstatus
Nummer des Feratel-Verwalters für Statusänderungsanfragen per WhatsApp (mit Ländervorwahl, ohne Leerzeichen).
Beta-Funktionen
🎤 Spracheingabe Personalien
Mikrofon-Button im Unfallbericht zum Diktieren der Patientendaten
Auswertung
SOS
Bikepark Betriebsrettung – Wichtige Infos
Equipment
Wunde
Handgelenk
Schlüsselbein
Schulter
Reanimation
ABCDE
Notarzt
SHT
Lagerung
Tödl. Unfall
Bewusstlos vs. Herzkreislaufstillstand
Wichtigste Unterscheidung im Notfall
Bewusstlos
reagiert nichtAtmung vorhandenPuls tastbarSeitenlage!
Herzkreislauf-stillstand
reagiert nichtkeine Atmungkein PulsReanimation!
Schnappatmung = kein Atem!Unregelmässige, langsame, keuchende Atemzüge nach Kreislaufstillstand — trotzdem sofort mit Reanimation beginnen.
Reanimation – Ablauf
Sofort handeln — jede Minute zählt
30
Drücken
5–6 cm tief
100–120/min
100–120/min
:
2
Beatmen
Kopf überstrecken
ca. 1 Sek. blasen
ca. 1 Sek. blasen
1
Sicherheit & Ansprechen
Laut ansprechen, an Schulter schütteln
2
Notruf 144
Jemanden zum Telefonieren einteilenAED holen lassen
3
Atmung prüfen
Kopf überstrecken · max. 10 Sek. prüfenKeine / abnormale Atmung → sofort beginnen
4
Herzdruckmassage
Handballen Mitte Brustbein · Arme gestreckt30× drücken · 5–6 cm tief · 100–120/min
5
Beatmung
2× Atemspende · je ca. 1 Sek.Keine Beatmung möglich → nur drücken, nicht stoppen
6
AED sobald verfügbar
Gerät einschalten · Anweisungen folgenReanimation nur für Schockabgabe unterbrechen
Nicht aufhören bis:Rettung übernimmt · Person zeigt eindeutige Lebenszeichen · AED empfiehlt Pause · Erschöpfung → ablösen lassen
A
Airway – Atemwege
Mund prüfen, Fremdkörper entfernenKopf überstrecken, Kinn anhebenBewusstlos + atmet → SeitenlageKeine Atmung → sofort B!
B
Breathing – Atmung
Sehen / Hören / Fühlen (10 Sek.)12–20/min normal · einseitig → Rippe?Keine Atmung → Reanimation 30:2
C
Circulation – Kreislauf & Blutung
Puls Hals (10 Sek.) · Nagelbett <2 Sek.?Blass/grau → Schock! Wunden → Druck!Kein Puls → Herzdruckmassage 30:2
D
Disability – Bewusstsein
Ansprechen · Schmerzreiz · PupillenMehrfacherbrechen → Notarzt!Neurol. Ausfall → Notarzt!Kribbeln/Taubheit → HWS! Nicht bewegen!
E
Exposure – Bodycheck & Schutz
Ausrüstung öffnen · Kopf→Fuß abtastenWarm halten – Unterlage + zudecken
Starke Blutung zuerst stoppen – dann A → B → C
HWS-Verdacht: nicht bewegen – Rettung abwarten
Schema wiederholen bei Zustandsänderung
Notarzt anfordern – wenn eines zutrifft
Bei Notruf 144 explizit „Notarzt" verlangen
Bewusstlosigkeit
auch kurz / unklar
Atemstörung
Atemnot, flach, Gurgeln
Kein Puls
Reanimation läuft
Schockzeichen
blass, kalt, schneller Puls
V.a. HWS / Wirbelsäule
Kribbeln, Taubheit, Lähmung
Starke Blutung
nicht stillbar, Oberschenkel, Bauch
SHT Red Flags – siehe Tab „SHT"
Mehrfacherbrechen · Krampf · neurol. Ausfall · ungleiche Pupillen · Blut/Flüssigkeit aus Ohr/Nase
Sturz aus Höhe
über 3 m / hohe Geschwindigkeit
Bauchschmerzen nach Sturz
V.a. Milzriss – auch ohne äußere Verletzung
Warnzeichen – Verdacht auf SHT
Häufige Symptome Gehirnerschütterung
Red Flags – Notarzt!
Mehrfaches ErbrechenKrampfanfallZunehmende SchläfrigkeitNeurol. Ausfälle: Taubheit, Lähmung, Sprache, SehenUnterschiedliche PupillenBlut / Flüssigkeit aus Ohr oder NaseStarke VerschlechterungBlutverdünner-Medikation bekannt
Praxistipp: Kleine Zeichen reichen: fragt 5× „Was ist passiert?" · will sofort weiterfahren · antwortet verzögert · schaut „leer" · steht unsicher.
→ Das reicht für „Verdacht SHT" und Krankenhaustransport!
→ Das reicht für „Verdacht SHT" und Krankenhaustransport!
GrundregelSo wenig bewegen wie nötig — besonders nach Sturz, Kopf-, HWS- oder Beckenverletzung. Erst Bodycheck, dann entscheiden.
Stabile Seitenlage
Bewusstlos + normale Atmung vorhandenAtemwege frei · Aspiration verhindernNicht bei HWS-Verdacht → Log-Roll mit 2 Personen
Schocklagerung Kreislauf
Blass, kalt, schwitzig · drohender SchockFlach lagern · Beine 20–30 cm hochNicht bei Atemnot · Kopfverletzung + BewusstseinsstörungNicht bei HWS/Becken · unklarem Verletzungsmuster
Oberkörper hoch 30–45°
Atemnot · Brustschmerzen · ÜbelkeitKopfverletzung / erhöhter Hirndruck vermutetNur wenn kein HWS-Verdacht!
Verletztes Teil hochlagern Extremitäten
Verstauchung · Schwellung · Prellung · BlutungBein verletzt → Bein hoch · Arm → SchlingeNicht bei Fraktur-Verdacht ohne Schienung
HWS / Wirbelsäule / Becken nicht bewegen
Starker Sturz · Rückenschmerz · Kribbeln · TaubheitKopf stabilisieren · achsengerecht · keine LagewechselUmlagerung nötig → Log-Roll mind. 2 PersonenNie alleine drehen oder ziehen
Handgelenk / Unterarmbruch
Versorgung mit SAM Splint
Typische Zeichen
starke SchmerzenSchwellungFehlstellung / StufenbildungDruckschmerz Unterarmeingeschränkte BewegungHämatom
MDS prüfen – vor und nach Schienung!
M
Motorik
Finger bewegen lassen
D
Durchblutung
Nagelbett <2 Sek. · Hautfarbe
S
Sensibilität
Kribbeln / Taubheit?
SAM Splint – Schienung
1
Arm in Ruheposition lassen
Arm so lagern wie er liegt – nicht richtenUnterarm leicht angewinkelt, Handfläche nach oben
2
SAM Splint formen
C-Bogen formen – gibt StabilitätLänge: Ellbogen bis Fingermitte abmessen
3
Unterpolstern
Verbandmull oder Dreiecktuch als Polster unterlegenBesonders an Handgelenk und Ellbogen
4
Schiene anlegen & fixieren
SAM Splint an Unterarmunterseite anlegenMit Binden oder Dreiecktuchstreifen fixierenNicht zu fest – Finger müssen bewegt werden können
5
Arm in Schlinge hängen
Dreiecktuch als Schlinge anlegenArm auf Brusthöhe ruhigstellen
6
MDS Kontrolle
Motorik / Durchblutung / Sensibilität nochmals prüfenVerschlechterung → Fixierung lockern!
Nie versuchen zu richten!Fehlstellungen so schienen wie sie sind. Kein Richten, kein Einrenken.
Immer ins KrankenhausAuch bei Verdacht auf Fraktur – Röntgen zur Abklärung notwendig.
Schlüsselbeinbruch
Versorgung mit Dreiecktuch
Typische Zeichen
Schmerz über Schlüsselbeinsichtbare StufenbildungSchulter hängt nach vorne-untenArm wird am Körper gehaltenSchwellung / HämatomDruckschmerz direkt auf Knochen
MDS prüfen – vor und nach Versorgung!
M
Motorik
Finger / Hand bewegen
D
Durchblutung
Nagelbett · Puls am Handgelenk
S
Sensibilität
Kribbeln / Taubheit Arm / Hand?
Dreiecktuch – Ruhigstellung
1
Arm stützen lassen
Patient hält betroffenen Arm selbst am KörperArm leicht angewinkelt – so wie es am wenigsten schmerzt
2
Dreiecktuch vorbereiten
Dreiecktuch auffaltenSpitze zeigt zum verletzten Ellbogen
3
Schlinge anlegen
Oberes Ende über die gesunde SchulterUnteres Ende unter dem Arm hindurch nach hintenBeide Enden am Nacken (gesunde Seite) knoten
4
Ellbogen einschlagen
Spitze des Dreiecktuchs nach vorne umfalten & feststeckenArm liegt vollständig in der SchlingeFingerkuppen sollten sichtbar bleiben
5
Kontrolle & Fixierung
Arm liegt auf Brusthöhe – nicht zu tief, nicht zu hochOptional: Arm mit zweitem Tuch am Körper fixierenMDS nochmals kontrollieren!
Nicht richten oder drücken!Stufenbildung und Fehlstellung so belassen. Kein Druck auf den Knochen.
TransportSitzend transportieren – liegend oft schmerzhafter. Immer ins Krankenhaus.
Schulterluxation
Schulter ausgekugelt – Versorgung mit Dreiecktuch
Typische Zeichen
starke Schmerzen SchulterSchulter wirkt „eckig" / flachArm hängt seitlich abfedernde Fixation – Arm nicht anziehbarArm wird gestreckt gehaltenSchwellung / Hämatom
MDS prüfen – vor und nach Versorgung!
M
Motorik
Finger / Hand bewegen
D
Durchblutung
Nagelbett · Puls Handgelenk
S
Sensibilität
Taubheit Arm, Hand, Daumen?
Dreiecktuch – Ruhigstellung
1
Arm in der Lage belassen
Arm genau so lassen wie er istKeine Bewegung erzwingen – auch nicht anlegenNie einrenken versuchen!
2
Bequeme Position finden
Patient sitzt oder steht – nie hinlegen zwingenArm darf hängen oder leicht abgestützt werden
3
Dreiecktuch als Stütze
Arm in der vorhandenen Position in Schlinge fassenZiel: Gewicht abnehmen, nicht Position verändernSchlinge am Nacken knoten (gesunde Seite)
4
Arm am Körper sichern
Zweites Dreiecktuch: Arm locker am Körper fixierenVerhindert unkontrollierte Bewegung beim Transport
5
MDS Kontrolle
Motorik / Durchblutung / Sensibilität nochmals prüfenTaubheit / Kribbeln → Nervenbeteiligung möglich!
Nie selbst einrenken!Auch bei bekannter Reluxation: immer Arzt. Risiko Gefäß- und Nervenschaden.
Schmerzmittel erlaubtIbuprofen / Paracetamol wenn vorhanden und keine Kontraindikation. Kühlen mit Tuch zwischen Eis und Haut.
TransportSitzend – nie liegend auf der verletzten Seite. Ins Krankenhaus zur Reposition und Röntgen.
Rettungs-Equipment – Checkliste
Vor jeder Schicht kontrollieren – antippen zum Abhaken
Vor Schichtbeginn – immer dabei haben
Schlüssel Rettungsraum
immer dabei
Rettungstelefon
geladen · immer dabei
Verbandmaterial
SAM Splint
mind. 2 Stk.
PH-Haft
4 Rollen
Mullbinden
4 Stk.
Aluderm-Auflagen
diverse Größen
Zetuvit (saugend)
mind. 4 Stk.
Dreiecktücher
4 Stk.
Pflaster
verschiedene Größen
Einmalhandschuhe
mind. 6 Paar
Verbandsschere
1 Stk.
Beatmungsmaske (CPR)
1 Stk.
Schutz & Rettung
Rettungsdecken
4 Stk.
Warnweste
Hubschrauber-Einweisung
Im Fahrzeug – bei schlechtem Flugwetter / viel Betrieb
Schleifkorbtrage
bei kein Flugwetter
Vakuummatratze
bei kein Flugwetter
Kommunikation – vor Schicht prüfen!
Funkgerät
Akku voll geladen?
Funkkanal
Kanal 6 – Bikepark Betriebsfunk · Kanal 8 – Hubschrauber
ℹ️ RFL-Koordinator fragt nach Funkkanal:
Wenn die Rettungs- und Feuerwehr-Leitstelle fragt, auf welchem Kanal wir für den Piloten erreichbar sind → Kanal 27 angeben.
Hubschrauber-Einweisung
Geeigneten Landeplatz suchen (siehe Rettungsplan) · mind. 30×30 m frei · Zuschauer wegweisen · Wind im Rücken stehen · Warnweste anziehen · sobald Hubschrauber hörbar: Pilot auf Kanal 8 per Funk einweisen · Arme als V nach oben · stabilen Stand oder knien · nicht bewegen bis Pilot Zeichen gibt · nie dem Heckrotor nähern
Rettungsfahrzeuge – Wochenende
Toyota Hilux
„Bike Rescue" Aufschrift
Rettungsquad
schwer erreichbare Trails
Fahrregeln Forststrasse
Blaulicht einschalten · angemessenes Tempo · Vorsicht bei Fußgängern · Gegenverkehr Mountaincarts beachten · bei Begegnung abbremsen und Platz machen
Kein Unfall ohne Rettungsbericht!Jeden Einsatz vollständig dokumentieren – Rettungsbericht ausfüllen und abschließen (speichern).
Nach jedem EinsatzVerbrauchtes Material sofort ersetzen – nie mit unvollständigem Equipment in den Dienst.
Wundversorgung
Zuerst Blutungsstärke einschätzen, dann Material wählen
Kompetenzgrenzen beachten!Wundreinigung ist nicht erlaubt – dies erfolgt ausschließlich durch den Arzt. Schmerzmittel (Tabletten) dürfen nicht verabreicht werden.
Wenig / leicht blutend
Schürfwunden, kleine Schnitte, oberflächliche Verletzungen
Aluderm-AuflageMullbindeoder PH-Haft
1
Handschuhe anziehen
Einmalhandschuhe – immer vor Wundkontakt
2
Wunde beurteilen
Größe, Tiefe, Verschmutzung · Fremdkörper sichtbar?
3
Aluderm-Auflage auflegen
Nicht-haftende Seite auf Wunde · vollständig bedecken
4
Fixieren
Mullbinde locker umwickeln · oder PH-Haft direkt darüber
5
Kontrolle
Verband sitzt · Finger / Zehen bleiben durchblutet
Stärker blutend
Platzwunden, tiefe Schnitte, Blutung stoppt nicht sofort
Zetuvit-AuflageMullbindeDruckverband
1
Handschuhe + Sofortdruck
Einmalhandschuhe · sofort Druck auf die Wunde
2
Zetuvit auflegen
Saugstarke Kompresse auf Wunde · Auflage groß genug wählen
3
Druckverband anlegen
Mullbinde fest wickeln · zweite Kompresse als Druckpolster oben · fest binden
4
Blutung kontrollieren
Durchgeblutet? Nicht abnehmen – zweite Lage drüber · Druck aufrechterhalten
5
MDS & Notarzt prüfen
Durchblutung unterhalb prüfen · Blutung nicht stillbar → Notarzt!
Fremdkörper in der WundeNie entfernen – stabilisieren, kein Druck direkt auf den Fremdkörper. Arzt entfernt ihn.
Wann zum Arzt?Tiefe / klaffende Wunden · Bissverletzungen · starke Verschmutzung · Tetanusschutz unklar
Vorgehen bei tödlichem Unfall
Nach Feststellung des Todes durch Arzt / Rettungspersonal
Sofortmaßnahmen
1
Nichts bewegen
Kein Bike, kein Helm, keine Gegenstände – nichts verändern
2
Polizei rufen: 133
Unfallstelle bis zum Eintreffen der Polizei unverändert lassen
3
Betriebsleitung / GF IMM sofort anrufen
4
Betroffene Strecke gesperrt lassen
Weitere Entscheidung trifft Betriebsleitung
5
Kommunikationssperre anordnen
Allen Anwesenden ansagen: keine Auskünfte an Dritte, Medien oder Angehörige – auch nicht auf Social Media
6
Zeugen festhalten
Namen und Kontaktdaten aufnehmen – noch keine Aussagen einholen
7
Fotodokumentation
Nur wenn die Polizei dies ausdrücklich gestattet
8
Unfallbericht ausfüllen
Uhrzeit · Rettungspunktnummer · Hergang · Verletzungsmuster · eingesetzte Kräfte · alle Mitarbeiternamen
9
Zeugen-Daten sichern
Vollständige Liste mit Namen und Kontakt
⚠ Keine Aussage gegenüber Dritten, Medien oder Angehörigen
